Interview mit Frau Leis

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Aus RUSH Hour, der Schülerzeitung der DISC

Frau Leis macht seit Mitte März ein Praktikum an der DISC. Im März haben wir sie getroffen, um mehr über ihre Meinungen zu China und Erlebnisse im Reich der Mitte zu erfahren.

Sie sind das erste Mal in China. Welche Erwartungen hatten Sie von Ihrem Aufenthalt in China und wie ist jetzt Ihre Meinung?

Insgesamt gefällt mir China und Changchun sehr gut und ich bin jedes Mal über die Dimensionen, die hier herrschen, beeindruckt. Ich muss gestehen, dass ich etwas schlimmere Erwartungen bzw. Befürchtungen hatte, da ich vorher noch nie in China war und die Sprache auch nicht spreche, aber ich kann glücklicherweise sagen, dass sich die meisten Befürchtungen nicht bestätigt haben. So habe ich  im Vorfeld einen Uni-Kurs über China belegt, damit der „Kulturschock“ nicht allzu groß  sein wird, wobei man letztendlich nie genau weiß, was einen vor Ort erwartet. Es ist jedoch nicht so schlimm, wie es viele gesagt haben. Ich lebe in einer Gastfamilie und fühle mich bei dieser sehr wohl.

Nächste Woche fliege in  den Ferien nach Peking. Ich bin gespannt, ob es Unterschiede gibt, und mit welchen Eindrücken ich zurückkommen werde.

Warum wollen sie Lehrerin werden?

Nach meinem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel gemacht, merkte jedoch, dass dies nicht das ist, was ich über einen längeren Zeitraum machen möchte. Eine damalige Lehrerin hat mir imponiert und mich dazu „ermuntert“ Lehrerin zu werden. Als Lehrer ist jeder Tag anders, und ich habe viele Kontaktepunkte mit jungen Menschen, mit denen es sehr viel Spass macht zu arbeiten.
Warum haben sie sich dafür entschieden, ein Praktikum im Ausland zu machen, und warum speziell an der DISC?

Ich wollte schon immer sehr gerne ein Praktikum im Ausland machen, und dass es die DISC wurde, war letztendlich auch ein Glücksfall. Das Land an sich hat mich schon immer sehr gereizt und dazu hatte ich einfach Glück, dass Herr Diehm als einer der ersten auf meine Anfrage geantwortet hat. Dann musste ich nur noch googlen, wo sich Changchun überhaupt befindet (lacht).
Was sind für sie als  angehende Lehrerin die großen oder groben Unterschiede zwischen einer deutschen Schule und der DISC?

Ganz klar die Klassengröße! Gerade für eine angehende Lehrerin ist es natürlich etwas einfacher neue Lernmethoden auszuprobieren und auf die verschiedenen Schüler/innen individueller einzugehen. So etwas geht in einer Klasse mit 30 Schülern/innen leider nicht immer so gut.  Auch sind die Kinder und Jugendlichen hier viel lernbereiter und

-williger, was natürlich jeder Lehrer gerne sieht. Man hat das Gefühl, hier ist alles etwas familiärer. Es gibt engere Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern. So macht die Arbeit hier direkt noch mehr Spaß.
Was nehmen Sie an Erfahrungen für sich und Ihre Berufslaufbahn mit?

Das ist schwierig, da ich mich ja zurzeit noch in meinem Praktikum befinde und sehr vielfältige Erfahrungen machen konnte. Jedoch kann ich mir bereits jetzt vorstellen, nach meinem Studium im Ausland zu arbeiten. Vielleicht ja sogar nochmal in China, aber das wird sich dann später zeigen.

Auch durfte ich sehr viel von der chinesischen Lebensweise kennen lernen, gerade auch durch meine Gastfamilie. Ich habe die chinesischen Menschen als sehr nett und hilfsbereit empfunden. Vor allem nehme ich daraus mit, in Zukunft etwas ruhiger und entspannter zu werden, denn, im Gegensatz zum Verkehr in China, sind die Chinesen sehr gelassen und haben die Ruhe weg. Trotz allem würde ich hier niemals Auto fahren.